Taxonomie und Kategorienbaum
Kurz gesagt
Eine Produkttaxonomie ordnet Produkte in feste Kategorien und Unterkategorien ein, die von der Warengruppe bis zur feinen Untergruppe reichen; den selbst gebauten Baum im Shop nennen Sie Kategorienbaum. Fremde Taxonomien betreffen Shops in Deutschland, Österreich und der Schweiz: die Google-Produkt-Taxonomie für das Merchant Center und die Global Product Classification (GPC) von GS1. Beide sind private Einteilungen von Google beziehungsweise GS1.
Das Wichtigste
- In einer Taxonomie gilt jede untergeordnete Kategorie nur für einen Teil der Kategorie über ihr.
- Der Kategorienbaum ist der eigene Baum im Shop; Google-Taxonomie und GPC sind fremde Einteilungen.
- Im Merchant Center gilt für Google-Produktkategorie eine vordefinierte Liste: ID oder vollständiger Pfad, nicht beides.
- Die deutschsprachige Google-Liste trägt den Versionsstand 21. September 2021 und hat 5.595 Einträge.
- Die GPC von GS1 führt vier Stufen: Segment, Familie, Klasse und Baustein; darunter hängen Attribute (Fassung 2026-05).
- Ein GPC-Baustein fasst gleichartige Produkte zusammen und umfasst damit mehrere GTINs.
Definition
Eine Produkttaxonomie ist eine fest vorgegebene Ordnung von Produktgruppen, in der jedes Produkt über eine Kette von Kategorien angesprochen wird. Den daraus gebauten Baum für Navigation und Lagerhaltung nennen Sie Kategorienbaum; dort sollte jeder Artikel an genau einer Stelle hängen, und jede Ebene trägt einen Namen, den Kundschaft und Mitarbeitende gleich verstehen.
Wofür Shopbetreiber sie brauchen
Der eigene Baum trägt Navigation, Filter und Auswertung: Aus der Warengruppe leiten sich Lagerplatz, Sortimentsplanung und Verkaufsstatistik ab. Fremde Taxonomien greifen dort, wo ein Kanal die Einordnung vorgibt. Nach der Merchant Center-Hilfe weist Google jedem Produkt automatisch eine Kategorie zu; das Attribut Google-Produktkategorie überschreibt sie (Stand 14. Oktober 2026). GS1 beschreibt die Global Product Classification (GPC) als gemeinsame Sprache von Käufern und Verkäufern, um Produkte weltweit gleich zu gruppieren. Den Aufbau des eigenen Baums beschreibt Kategorien und Navigation im Shop.
Ein Beispiel
Die deutschsprachige Google-Liste führt einen Bleistift als Bürobedarf > Büroarbeitsmittel > Schreibgeräte > Füller & Bleistifte > Bleistifte (ID 6068); die Datei trägt den Versionsstand 21. September 2021, hat 5.595 Einträge und bis zu sieben Ebenen. GS1 Switzerland ordnet ein Glas Konfitüre so ein: Segment Lebensmittel/Getränke/Tabakwaren, Familie bearbeitete/verarbeitete Nahrungsmittel, Klasse süße Aufstriche, Baustein Marmeladen/Gelees/Konfitüren (Brick-Code 10000217).
Auf welcher Grundlage sie stehen
GPC ordnet über vier Klassifikationsstufen ein: Segment, Familie, Klasse und Baustein. Unter einem Baustein führt der GPC-Datensatz Attribute mit ihren Werten; das offizielle Schema zählt sechs Ebenen (Fassung 2026-05, zuletzt geändert am 26. Mai 2026). In Deutschland, Österreich und der Schweiz führen GS1 Germany, GS1 Austria und GS1 Switzerland die Einteilung. Bei Google ist die Kategorie je Produkt optional: Wer sie angibt, muss einen vordefinierten Wert übernehmen, entweder als ID oder als vollständigen Pfad.
Nicht zu verwechseln mit
- GTIN: identifiziert genau eine Handelseinheit; ein GPC-Baustein umfasst mehrere gleichartige Produkte und damit mehrere GTINs.
- Produktkategorie: ein einzelner Knoten im Baum; die Taxonomie ist der ganze Baum samt seinen Stufen.
- Produkttyp [product_type]: die hauseigene Einteilung, die Sie für einen Kanal selbst vergeben.