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Conversion-Rate

Aktualisiert:

Kurz gesagt

Die Conversion-Rate ist der Anteil der Shop-Besuche, der zu einem vorher festgelegten Ziel führt, im Onlineshop zum Beispiel zu einem Kauf. Gerechnet wird sie als Zahl der Zielerreichungen geteilt durch die Bezugsgröße, multipliziert mit 100. Weil Aufrufe, Sitzungen, Besucher und begonnene Warenkörbe verschiedene Nenner sind, ergibt derselbe Shop unterschiedlich hohe Werte; ohne genannte Bezugsgröße ist die Zahl nicht vergleichbar.

Das Wichtigste

  • Die Kennzahl ist die Zahl der Conversions geteilt durch die Bezugsgröße, multipliziert mit 100.
  • Bezugsgröße kann Aufrufe, Sitzungen, Besucher oder begonnene Warenkörbe meinen; der Wert gilt nur mit diesem Nenner.
  • Österreichische Online- und Omnichannel-Händler nannten im Mittel 13 Prozent bezogen auf die Aufrufe (Handelsverband Österreich, 74 Antworten, August/September 2024).
  • Dieselbe Erhebung weist Kaufabbrüche von durchschnittlich 29 Prozent aus (65 Antworten).
  • Die Definitionen stammen aus der Web-Analytics-Praxis: Bundesverband Digitale Wirtschaft (Deutschland) und FHNW-Onlinehändlerbefragung (Schweiz).

Definition

Conversion-Rate ist das prozentuale Verhältnis der Zahl der Zielerreichungen zur Zahl einer vorher festgelegten Bezugsgröße im selben Zeitraum. Zielerreichung ist die Handlung, die der Shop als Ziel bestimmt hat, im Onlineshop zum Beispiel ein Kauf.

Wozu die Kennzahl dient

Die Kennzahl macht Shops mit unterschiedlich viel Zugriffsverkehr vergleichbar, weil sie Bestellungen zu Aufrufen, Sitzungen oder Besuchern ins Verhältnis setzt. Als Konversion zählt nicht nur der Kauf: Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) nennt als Beispiele die Registrierung für einen Newsletter und den Wechsel vom Shop-Besucher zum Käufer (Retail Media Market Guide, Stand Oktober 2024). Die Kennzahl misst daher genau das Ziel, das Sie festgelegt haben; Umsatz oder Marge misst sie nicht.

Formel und Bezugsgröße

Formel: Conversion-Rate = Zahl der Conversions ÷ Bezugsgröße × 100. Den Nenner legt der Shop fest; der BVDW nennt dafür Impressions, Clicks und User als mögliche Messgrößen.

Beispielrechnung mit erfundenen Zahlen für einen Shop mit 500 Bestellungen im Monat:

Bezugsgröße Rechnung Conversion-Rate
Aufrufe des Shops 500 ÷ 200.000 × 100 0,25 %
Sitzungen 500 ÷ 20.000 × 100 2,50 %
Besucher 500 ÷ 15.000 × 100 3,33 %
begonnene Warenkörbe 500 ÷ 1.800 × 100 27,78 %

Derselbe Shop ergibt vier Werte zwischen 0,25 und 27,78 Prozent. Eine Angabe ohne Bezugsgröße lässt sich deshalb nicht einordnen.

Was eine Erhebung unter Händlern zeigt

Der Handelsverband Österreich hat in seinem Shopping Index 2024 (Feldzeit August/September 2024) 74 Online- und Omnichannel-Händler gefragt, wie hoch die Conversion-Rate in ihrem Shop ist, „d.h. bei wie vielen Aufrufen Ihres Online-Shops wird auch tatsächlich eingekauft“. Der angegebene Durchschnitt lag bei 13 Prozent. Der Anteil der Kaufabbrüche betrug in derselben Erhebung durchschnittlich 29 Prozent (65 Antworten). Beide Zahlen sind Selbstauskünfte der Händler und beschreiben damit die befragten österreichischen Betriebe, nicht Ihren Shop.

Woher die Definitionen kommen

Die hier verwendeten Definitionen stammen aus der Web-Analytics- und Marketingpraxis. In Deutschland definiert der BVDW die Conversion Rate als prozentuales Verhältnis der Konvertierung zur definierten Messgröße (Stand Oktober 2024). In der Schweiz definiert die Onlinehändlerbefragung 2025 der Hochschule für Wirtschaft FHNW sie als Anteil der Besucher, die beim Onlineshop-Besuch kauften (Oktober 2025). Wer die Kennzahl in einem Shop-Kennzahlen-Dashboard führt, sollte die verwendete Bezugsgröße im Bericht mitführen.

Nicht zu verwechseln mit

  • Conversion: die einzelne Handlung selbst, nicht ihr Anteil (BVDW, Stand Oktober 2024).
  • Kaufabbruchquote: der Anteil der Warenkörbe, aus denen kein Kauf wird; in der österreichischen Erhebung 2024 durchschnittlich 29 Prozent (Checkout gestalten).
  • Conversion-Optimierung: die Arbeit an der Kennzahl, nicht die Kennzahl selbst (Conversion-Optimierung).

Häufige Fragen

Ist eine Conversion-Rate von einem Prozent gut oder schlecht?

Das lässt sich ohne Bezugsgröße und Vergleichsgruppe nicht sagen. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft beschreibt die Kennzahl nur als Verhältnis der Konvertierung zur definierten Messgröße. Vergleichen Sie deshalb Werte mit gleichem Nenner und gleichem Zeitraum, am aussagekräftigsten aus dem eigenen Shop über mehrere Monate.

Zählt auch eine Newsletter-Anmeldung als Conversion?

Ja, wenn sie im Shop als Ziel festgelegt ist. Der BVDW nennt als Beispiele die Registrierung für einen Newsletter auf einer Website und die Konversion eines Shop-Besuchers zum Käufer. Die Kennzahl misst dann dieses Ziel; Umsatz oder Marge misst sie nicht.

Warum weicht meine Conversion-Rate von veröffentlichten Werten ab?

Weil Bezugsgröße und Erhebung unterschiedlich sind. Die 13 Prozent aus dem österreichischen Shopping Index 2024 beziehen sich auf die Aufrufe des Shops und stammen aus Selbstauskünften von 74 Händlern. Prüfen Sie zuerst, welche Bezugsgröße Ihr Webanalyse-Bericht verwendet und ob er dieselbe Sitzungsdefinition nutzt.

Quellen

  1. Retail Media Market Guide #1 – 10/24, Abschnitt Standards & Metriken (Conversion, Conversion Rate), Stand Oktober 2024Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. · abgerufen am
  2. Shopping Index 2024, Berichtsband (Stand November 2024; Feldzeit August/September 2024), Kapitel Registrierung und Conversion bei Online-HändlernHandelsverband Österreich · abgerufen am
  3. Onlinehändlerbefragung 2025: Die schnelle Technologieadaption der KI im Schweizer E-Commerce, Oktober 2025; Datei abgerufen über handelsverband.swissHochschule für Wirtschaft FHNW, Institute for Competitiveness and Communication (ICC) · abgerufen am