PWA (Progressive Web App)
Kurz gesagt
Eine PWA (Progressive Web App) ist eine Website, die der Browser wie eine Anwendung behandeln kann. Die Installation stützt sich auf ein Web-Application-Manifest mit Name, Symbol und Startadresse, dessen Angaben der Browser nach der Installation anwendet; ein Service Worker kann hinzukommen, um Anfragen abzufangen und Inhalte auch ohne Verbindung zu liefern. Der Shop bleibt eine Website, die von Ihrem Server geladen wird. Ob und wie der Browser die Installation anbietet, entscheidet er selbst.
Das Wichtigste
- Zwei getrennte Bausteine: Das Web-Application-Manifest (JSON-Datei, im HTML mit dem Linktyp manifest verlinkt) trägt die Angaben für die Installation, der Service Worker das Abfangen der Anfragen und die Auslieferung auch ohne Verbindung.
- Der Service Worker läuft nur in einem sicheren Kontext, in der Praxis über https, für Tests auch über localhost und Adressen aus 127.0.0.0/8.
- Der Service Worker fängt die Anfragen ab, bevor der Seitencode geladen ist, und kann Inhalte auch ohne Verbindung liefern, indem er Antworten aus einem eigens geführten Zwischenspeicher zurückgibt oder selbst erzeugt; was ohne Verbindung verfügbar ist, legt die umgesetzte Strategie fest.
- Ob der Browser eine Installation mit Symbol anbietet, lässt die Spezifikation offen; die Anzeigemodi sind Empfehlungen.
- Die installierte Fassung wendet die Angaben des Manifests an und ist darin einem Lesezeichen voraus.
- Cache-Regeln, Aktualisierungen und Tests in den Zielbrowsern bleiben laufende Aufgaben im Shop.
Definition
Eine PWA (Progressive Web App) ist eine Website, die der Browser wie eine Anwendung behandeln kann. Für die Installation stützt sie sich auf ein Web-Application-Manifest mit Name, Symbol und Startadresse; der Browser kann einen Weg zur Installation anbieten und wendet danach die Angaben des Manifests an. Ein Service Worker kann hinzukommen, damit der Shop auch ohne Verbindung antwortet: Er fängt die Anfragen ab, bevor der Seitencode geladen ist, und kann Inhalte aus einem Zwischenspeicher liefern. Die installierte Fassung unterscheidet sich darin von einem Lesezeichen (Web Application Manifest, Abschnitt 4).
Welche Bausteine dazugehören
| Baustein | Rolle | Stand der Festlegung |
|---|---|---|
| Web-Application-Manifest | JSON-Datei, im HTML mit dem Linktyp manifest verlinkt; trägt Name, Symbol, Startadresse und Anzeigemodus. | W3C Working Draft vom 13. Oktober 2026; Medientyp application/manifest+json |
| Service Worker | für Herkunft und Pfad registriert; fängt Anfragen ab, bevor der Seitencode geladen ist, und kann Antworten aus einem Zwischenspeicher liefern oder selbst erzeugen. | W3C Candidate Recommendation Draft vom 17. September 2026 |
| Sicherer Kontext | Voraussetzung für den Worker; vertrauenswürdig sind authentifizierte Herkünfte sowie localhost und Adressen im Bereich 127.0.0.0/8. | Secure Contexts, Candidate Recommendation Draft vom 10. November 2023 |
Der Bereich (scope) bestimmt die Adressen, für die das Manifest gilt; ohne eigene Angabe ist es die Ebene über der Startadresse. Ob der Browser eine Installation mit Symbol anbietet, bleibt ihm überlassen; für die Installation nennt die Spezifikation keinen Service Worker als Voraussetzung. Push verlangt die Berechtigung push (Push API, Working Draft vom 5. Oktober 2026), Benachrichtigungen die Berechtigung notifications (Notifications API).
Wann der Begriff im Shop auftaucht
Dort, wo Shop und App zusammen gedacht werden: Statt je Betriebssystem ein eigenes Programm zu bauen, bleibt der Shop eine Webanwendung mit einem Symbol auf dem Gerät. Nach der W3C-Übersicht liegen die Ressourcen verlinkt im Web statt in einem Paket, und PWA nutzen Standard-Web-APIs; die Installation ist aus dem Browser oder optional aus einem App-Marktplatz vorgesehen.
Vorteile und Nachteile für den Shop
| Punkt | Was dafür spricht | Was Sie gegenrechnen |
|---|---|---|
| Auslieferung | Ein Bestand an Webseiten bedient alle Geräte; kein Paket je Plattform. | Die Funktionen hängen am Browser Ihrer Kundschaft; die Spezifikation ist ein Entwurf. |
| Installation | Name und Symbol auf dem Startbildschirm, ohne Zwischenschritt über einen Marktplatz. | Die Spezifikation sagt, ein Browser kann einen Weg zur Installation anbieten; verlangt ist sie nicht, und einen Service Worker nennt sie dafür nicht. |
| Verbindung | Der Service Worker kann Antworten aus einem von Ihnen geführten Zwischenspeicher liefern, Inhalte also auch ohne Verbindung. | Was ohne Verbindung verfügbar ist, bestimmt Ihre Strategie. Ohne Service Worker entscheidet bei einem neuen Aufruf der HTTP-Zwischenspeicher des Browsers. Legen Sie fest, was veraltet sein darf: Preise, Bestand und Zahlungsschritte gehören nicht ungeprüft hinein. |
| Aktualisierung | Das Manifest wird bei jedem Seitenaufruf neu geladen; mit einer umgesetzten Lade- und Aktualisierungsstrategie kommt die neue Fassung von Ihrem Server an. | Der Zwischenspeicher des Workers wird nicht von selbst aktualisiert, sondern muss versioniert mitgezogen werden; der Standard nennt den Worker teuer an Komplexität. |
| Startadresse | Aus der Startadresse lässt sich erkennen, über welchen Weg die Anwendung geöffnet wurde. | Nutzerkennzeichen haben darin nichts zu suchen: Die Spezifikation nennt sie schlechte Praxis, weil sie das Löschen der Websitedaten überdauern. |
Die Prüfpunkte sind Entwicklungsarbeit, keine Eigenschaften des Begriffs. Zur Website selbst: Mobile Shop-Optimierung und Ladezeit und Core Web Vitals; die Ebene darunter beschreiben Headless Commerce und Storefront.
Nicht zu verwechseln mit
- Native App: ein Programm für ein bestimmtes Betriebssystem, das als Paket ausgeliefert wird; eine PWA bleibt eine Web-Ressource, die der Browser über Adressen lädt.
- Lesezeichen: eine gespeicherte Adresse öffnet die Seite im Browserfenster; bei einer installierten Fassung wendet der Browser zuvor die Angaben des Manifests an (Web Application Manifest, Abschnitt 4).